Eine neue Erfahrung - Audio Optimum

Ich habe lange hin und her überlegt, wie ich das, was ich die letzten 7 Monate hier in meinem Hörraum erlebe, am besten in Worte fassen könnte.

Vielleicht schweife ich etwas aus und erzähle, wie die ganze Geschichte anfing. Es muss so um 2014 gewesen sein, als ich hier im Forum einen Beitrag von Stefan Wehmeier, heute Chefentwickler bei Audio Optimum, als ich jedenfalls von ihm einen sehr ausführlichen und hochtechnischen Beitrag zu Thema NOS Dac las.

Ich gebe zu, dass ich wohl nicht mal die Hälfte des dort Geschriebenen verstand. Mir ist eigentlich auch jedwede technische Erklärung schnurzpiepe, um es mal volkstümlich zu formulieren. Warum? Weil ich in den letzten 30 Jahren schon so viele hochtrabende Erklärungen für Konzepte im HiFi-HighEnd Bereich gehört habe, die am Ende, nämlich beim Hören im heimischen Umfeld, nicht die Tinte auf dem Papier wert waren, auf dem sie geschrieben wurden.

Mit anderen Worten, ich bin extrem neugierig aber auch extrem skeptisch. Mich kann man mit technischem Fabulieren nicht beeindrucken. Maximal neugierig machen. Am Ende zählt für mich das, was meine eigenen Messinstrumente, die mir der liebe Gott geschenkt hat, empfinden. Aber ich schweife ab.

Also, ich verstand nur die Hälfte, aber irgendetwas war da, was über ein Neugierig sein hinausging.
Kennt ihr das? Du hast irgendwie das Gefühl, der Typ hat was zu sagen. Da könnte was dran sein!
Der hat wohl Ahnung von dem was er spricht.
Nun beschäftige ich mich schon eine gefühlte Ewigkeit mit DA Wandlern, habe gefühlte 100 verschiedene Exemplare hier schon zum „Vorsingen“ eingeladen.
Manche Probanden blieben dann auch etwas länger. Playback Design z.B. und einige andere auch.

Mit dem Thema NOS Dac hatte ich mich dann zwangsläufig natürlich auch befasst. Dabei stellte ich eins fest. Egal wie man es dreht und wendet. Eins haben die Teile fast alle. Sie verleihen der Musik in einer Art und Weise Livehaftigkeit, wie man sie sonst eher von guten Analoglaufwerken kennt. Bei allen Schwächen, welche ich natürlich auch vernahm. Verfärbungen, Ungenauigkeiten oder auch mangelnde Auflösung.

Nun versprach also Herr Wehmeier, dass er derlei Unbill aus seinem NOS Dac verbannt habe. Ok, der Junge haut ganzschön auf den Putz!
Ich musste das Teil hören! Da gibt es für mich auch kein langes Überlegen. Telefonhörer in die Hand genommen und angerufen. Am anderen Ende ein sehr netter und auskunftsbereiter Herr Wehmeier.
Herr Wehmeier haben sie etwas gegen ein Du. Nein , kein Problem. Ich heiße Stefan, Ok ich Hagen. 

Es folgten noch zwei, drei Telefonate, gespickt mit technischen Erklärungen und gepaart mit Stefans Versuch, mir das Konzept irgendwie begreiflich zu machen. Mist, ich verstand wieder nur max. die Hälfte.

Du pass auf, schicke mir jetzt bitte mal Deinen NOS Dac zum Hören. Ich straffe es etwas. Der NOS Dac wurde geliefert und hat nicht nur mich klanglich schwer beeindruckt, aber es gab auch ein aber. Die Ausstattung!?

Ein SPDIF Eingang, ein Cinchausgang. Das Ding kann nur 44 oder 48 KHz. Hm, keine DSD Aufnahmen, nix hochauflösend! Jetzt kann er übrigens mehr. Infos dazu auf der Seite des Herstellers.Was allerdings aus 44 KHz extrahiert wird, ist wohl fast eine kleine Sensation.

Stefan Wehmeiher hatte inzwischen das Forum mit technischen Erklärungen und Beschreibungen geflutet. Es kam wie es kommen musste. Ein paar Jungs fühlten sich richtig auf den Schlipps getreten.

Stefan sah jedoch auch keinen Grund, mit seiner ehrlichen Meinung hinter dem Berg zu halten und lehnte sich auch sehr zum Fenster raus. Heute weiß ich, er hatte 100 % recht. Damals dachte ich manchmal und habe es ihm auch mehrmals gesagt, Junge warum willst Du hier Märtyrer spielen?
Er sagt mir dann nur, weil ich recht habe und dann möchte ich das auch kundtun.

Warum ich das alles erzähle. Einige können sich vielleicht auch noch an die heißen Diskussionen hier im Forum erinnern.

Ich kann nur eins sagen, im wirklichen Leben ist Stefan ein sehr umgänglicher und sympathischer Zeitgenosse. Man kann mit ihm stundenlang quatschen und er hat immer etwas zu sagen! Das war mir schon damals sehr schnell klar. Der Mann hat richtig Ahnung und weiß wovon er spricht.

Ich fasse jetzt mal die weiteren Jahre unseres Kennens zusammen.
Stefan war bestimmt fünf, sechsmal hier, um seine neusten Produkte zu präsentieren. Nun bin ich mit Sicherheit keine wichtige Person im HighEnd Business. Aber Stefan hat wohl gemerkt, dass hier paar Typen sind, die mit Begeisterung am Thema arbeiten.

Die Suche nach dem besten Klang, der größtmöglichen Annäherung. Ihr wisst, was ich meine.

Die räumlichen Bedingungen des Hörumfeldes haben ihm wohl auch zugesagt.
Ich habe einige Freunde, die sehr gut hören können und regelmäßig in Livekonzerte gehen. Sowohl im Klassikbereich, als auch im Rock/Pop Bereich. Natürlich sind die Jungs auch mit amtlichen Wiedergabeequipment ausgestattet. Denen macht man kein X vor dem U vor. Mir übrigens auch nicht.

So saßen dann auch in der Regel, wenn Stefan mit seinen neusten Produkten vorbeikam, vier ,fünf meiner Leute auch dabei.
Da nimmt man natürlich kein Blatt vor dem Mund. Was Stefan gefiel. Lobhudelei aus Rücksichtnahme bringt niemand weiter!
Letztes Jahr im Mai, brachte er seinen neuen Monitor, die M 8 vorbei. Da hatte ich seinerzeit hier auch schon etwas geschrieben. Eine gelungene Entwicklung, aber wir waren uns alle im Klaren darüber. Da geht noch etwas!

Wer mich nicht kennt. Ich tendiere bei der Klangabstimmung in Richtung Harbeth und Living Voice, mag aber auch die Akkuratesse und Abbildungsgenauigkeit z.B. der kleinen Abacus C-Box oder den Punch einer Klipsch. Auch Q Acoustics ist sehr gut. Leider bekommt man nie alles richtig unter einen Hut.
Das ist das Dilemma.
Freunde, ich kann nun eins verkünden. Das Problem ist gelöst. Die neusten Entwicklungen von Audio Optimum sind für mich und alle, die bei mir die Boxen hören konnten, ein gewaltiger Schritt in Richtung natürliche und lebensechte Wiedergabe.

Ich habe seit ca. 10 Wochen nun inzwischen zwei Modelle in meinem Vorführraum stehen. Die große Audio Optimum FS 82 und die kompakte Audio Optimum MS8E.

Beide Modelle sind speziell für den privaten Musikgenießer entwickelt worden. Es gibt noch einen kleineren kompakten Monitor, die MS6E und auch noch ein kleineres Standlautsprechermodell, die FS 62.
Weiterhin fertigt Audio Optimum auch Abhörmonitore für den Studiobereich und hat sich dort in der Szene, schon einen hervorragenden Ruf aufgebaut.
Hier mal ein Link zum Test der F 82 aus der IMAGE Hifi: https://www.audio.ruhr/aktuelles/tes...ge-hifi-4/2018
Was der Kollege da schreibt, kann ich wirklich und in Gänze alles bestätigen.

Die neuen Boxen von Audio Optimum in Kombination mit dem NOS DAC 2 https://www.audio.ruhr/high-end/183/nos-dac-2?c=38
Haben bei mir in den letzten acht Wochen noch jeden Zuhörer mit Staunen und offenem Mund dasitzen lassen.

Viele meiner Kunden sind Klassikliebhaber. So liegt dann natürlich auch sehr anspruchsvolles Material auf dem Plattenteller oder im Netzwerkplayer.
Instinktiv und sofort hat man schon bei den ersten Tönen ein Gefühl von Richtigkeit. Nichts stresst. Alles kommt mit großem Fluss und einer Lässigkeit und Leichtigkeit, die man so nur bei Livemusik kennt.
Selbst unser geliebter Vierbeiner Bruno, schreckt, seit die Audio Optimum hier ihr akustisches Verwöhnprogramm abliefern, öfter hoch als sonst.
Er spitzt dann immer die Ohren und schaut verwundert nach der Ursache der Tonerzeugung.

Die Abstimmung der Verstärker, welche auf Grund der Schwingungsbeeinflussung im Lautsprechergehäuse, ausgelagert sind, ist Weltklasse gut gelungen.

Die F 82 ist beileibe kein kleiner Lautsprecher. Ich höre ungefähr in einem Abstand von 2,20 m.
Die Ablösung des Klanggeschehens von den Lautsprechern ist in einer Weise gut, wie ich es hier noch nicht hören konnte.

Man hat echt das Gefühl vor einem großen Breitbänder, mit all seinen Vorteilen, aber keinen Nachteilen zu sitzen.
Was fällt noch auf? Die extreme Schnelligkeit. Kein Schallwandler den ich vorher gehört hatte, keiner hat diese Schnelligkeit und Attacke hinbekommen. Das haut, wenn es die Quelle hergibt, mit einem Punch und mit Verve und Kraft die Instrument in den Raum, dass man es schier nicht glauben möchte.
Aber, man hört es ja.

Eric Burdon & Band that´s live, eine Superscheibe von 1985. Da ist bei der Aufnahme fast alles richtig gemacht worden.
Titel 4: Working Life !!! Du fliegst weg. Die Stimmen und begeisterten Zwischenrufe des Publikums, habe ich so echt noch über keinen Lautsprecher gehört. Eric mit seinem kraftvollen Bluesorgan steht im Hörraum.

Oder Jonny Cash und Willie Nelson zusammen auf der genialen Aufnahme „Storytellers“
Z.B. Titel 2 Worried Man Zwei kraftvolle und absolut ausdrucksstarke Männerstimmen. Es beamt einen innerhalb von Sekundenbruchteilen an den Aufnahmeort. So wollte ich das schon immer hören!

Weitere Beispiele: Leon % Eric Bibb „ A Family Affair“ Titel 3 Look over Yander 

Ich schließe die Augen und habe schlagartig die Illusion, ich könnte jetzt vom Sofa aufstehen und die beiden per Handschlag begrüßen. Das ist „Virtuell Reality“
Schnell weiter in den Platten gekramt. Yello One Second. Die Scheibe mit dem Kussmundcover.

Der gesamte Raum, knapp 35 qm, füllt sich mit den elektronischen Klanggemälden der Herren Blank und Meier. Man fühlt sich regelrecht hineingezogen in die musikalischen Botschaften von Yello. Die Basslinien kommen mit Kraft und Volumen. Da schmiert nichts weg. Alles steht wie ein Fels in der Brandung vor, neben und ja gefühlt auch ab und an hinter einem.
Aufnahmetechnisch vom Feinsten.

Noch viele Aufnahmen wanderten in die entsprechenden Abspielgeräte, Ein revidierter Dual 1019 mit Shure V 15 Typ III, ein großes Teac-CD Laufwerk und abwechselnd ein Aurender ACS 10 Netzwerkplayer.

Das USB Signal wird von einem USB-SPDIF Wandler, dem AFIS von artistic fidelity gewandelt oder geht über den USB-SPDIF Wandler von MATRIX

via I2S in den NOS DAC 2.

 

Der Afis arbeitet mit einer verbesserten Stromversorgung, was sich hörbar auf das Endergebnis im positiven Sinn ausgewirkt hat.

Auch der MATRIX profitiert von einem neuen Update des NOS DAC 2 und bezieht seinen Strom (5V) von einem Zusatzausgang am NOS DAC 2.

 

Als USB Kabel benutze ich die hochgelobten Kabel von CAD Computer Audio Design. Das Nero 3 oder dem großen USB Kabel der Firma Phonosophie.

Hier ein Test aus der Audiophile Online Plattform: https://www.audiophil-online.de/kabel/phonosophie-usb.html

 

Derart gut vorgearbeitet, freut sich der NOS Dac 2 gewaltig und belohnt die Vorarbeit mit einer Digitalwiedergabe, die auch hier wieder Maßstäbe setzt.

Der NOS Dac 2 ist eine Kombination aus Vorstufe und Dac. Wenn jemand in nächster Zeit sich nach einem DA Wandler umschauen möchte und 3750 € noch im Finanzrahmen sind, dann kann ich an dieser Stelle nur eine dringende Empfehlung aussprechen. Den NOS Dac 2 anhören!!!!
Es gibt den Dac auch ohne Vorstufe. Lasst Euch nicht vom Ausstattungsminimalismus dieses DA -Wandlers täuschen.

Ich möchte jetzt auch langsam zum Schluss kommen und sehe meinen Beitrag als Empfehlung zu wirklich außergewöhnlich guten und musikalischen Geräten und zu einem Hersteller und Entwickler, der mit großem Engagement und Know How zu Werke geht!

Im Phonobereich habe ich jetzt auch die Phonoverstärker von Audio Optimum in der Vorführung. Das klangliche Niveau und der Anspruch von Audio Optimum und seinem Chefentwickler Stefan Wehmeier, manifestiert sich auch an dieser Stelle.

Gelegentliche Schwurbelei bitte ich zu entschuldigen, dies ist meinem Temperament und meiner Begeisterungsfähigkeit geschuldet.

In diesem Jahr plane ich noch eine kleine Rundreise mit den MS8E Monitoren. Wenn jemand Interesse hat, die Teile in seinen eigenen vier Wänden zu erleben, dann schickt mir bitte mal eine Mail Vielleicht lässt sich dann etwas organisieren.